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Piraten- Neuköllner Oper

Neuköllner Oper • Karl-Marx-Str. 131- 133 • 12043 Berlin
Piraten

"lost in space"? Fühlen Sie sich noch geborgen in unserer uns angeeigneten Welt? Derweil die Stürme brausen, Lecks in Asse allzu nah rücken, die Überschwemmungen unheimliche Ausmaße annehmen und das Design immer kälter und aggressiver zuschlägt? Doch! Und wenn wir uns auch mit einem frühmorgendlichen Gang durch den Park begnügen, oder lieber mal das Fahrrad nehmen, wir bleiben der Natur mit Herz und Seele verbunden.
Wie aber steht es nun mit dem Raum für unser romantisches Empfinden? Beate Baron und ihr Team haben sich dieser Frage auf ganz eigene Weise angenommen und dabei diese Suche zwei Figuren, den beiden Sängerinnen Sabine Hill und Sijia Lu, aufgetragen.
So erzählt der Abend die Geschichte zweier aufeinander fixierter Figuren, die in einem Prozess aus Anziehung und Abgestoßensein den Weg zu einer Vereinigung suchen.
Doch ist letztendlich dem Zuschauer überlassen zu sagen was sie in den beiden Protagonisten, die sich in einem Spannungsfeld aus Dualismen bewegen, verkörpert sehen: Zwei Seelen, die in einer Brust schlagen, also widerstrebende Tendenzen einer einzelnen Person oder die dialektische Antipoden einer unvereinbaren Liebe...

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Spielplan


8.11.-13.11. 20:00h
-20.11. 20:00h


Neuköllner Oper- Piraten

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Neuköllner Oper- "Türkisch für Liebhaber"

Türkisch für Liebhaber

Ein neues Mozart-Singspiel von Sinem Altan (Musik) und Dilek Güngör (Text) unter Verwendung der originalen Partitur des Singspiels
„Der wohltätige Derwisch“ (1791)
Inszenierung: Søren Schuhmacher  Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg  Ausstattung: Norbert Bellen  Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Deutsch für Fortgeschrittene? Ercan, Mitte 20 und einfach umwerfend aussehend, kommt für ein Architekturpraktikum nach Berlin. Sein Onkel Hasan quartiert ihn im Kreise der Familie ein, wo sonst. Onkel Mahmut und Tante Saliha kümmern sich höchstumfänglich um den Neffen aus Ankara, inklusive Sprachunterricht bei der Studentin Mine. Mine, die zwar hervorragend Deutsch, aber nur fehlerhaft Türkisch spricht, ist ebenso wie ihre agile Freundin Sinem von Ercan ziemlich angetan, will es sich aber nicht eingestehen. Und auch Ercan mag nicht zu seinen Gefühlen stehen, schließlich ist er hier, um seine Ausbildung voranzutreiben! Außerdem nerven die Klischees und Vorurteile, in die man mit jeder Situation neu gerät - und die auch nicht geringer werden, als er sich mit seiner Kollegin Kati anfreundet.

Mit Türkisch für Liebhaber erfindet die Neuköllner Oper ein neues Genre: das zeitgenössische Singspiel aus dem Geist der Türkenoper des 18. Jahrhunderts, erzählt und komponiert von einem Team junger Deutschtürkinnen. Ausgangsmaterial ist die originale Partitur des nahezu unbekannten deutschen Singspiels „Der wohltätige Derwisch“, das Emanuel Schikander als kollektives Werk zusammen mit jenen Komponisten um Mozart schrieb und aufführte, die kurz darauf auch in der Uraufführung der Zauberflöte auf der Bühne standen, wie Benedikt Schack als Tamino oder Franz Xaver Gerl als Sarastro. Auf unsere Einladung hin hat die junge Komponistin Sinem Altan die wunderbare, Mozart-hafte und volkstümliche Musik aufgegriffen, neu instrumentiert und mit eigenen Kompositionen in unsere Gegenwart geführt zu einem Text, in dem Dilek Güngör, Autorin und ehemals Kolumnistin der Berliner Zeitung, von den Verwirrungen einer deutsch-türkischen Begegnung erzählt. Mit einer Geschichte gezielt aus der Mittelschicht der türkischstämmigen Deutschen, voller turbulenter Missverständnisse und über die Sehnsucht zu einem selbst bestimmten Leben, die es in jeder Kultur und sicher nicht nur in Kreuzberg gibt.

Es inszeniert Søren Schuhmacher, Oberspielleiter an der Deutschen Oper Berlin, der wie sein Ausstatter Norbert Bellen und die Mehrzahl unseres internationalen Ensembles erstmals an der Neuköllner Oper arbeitet.

Mit: Nina Arens, Daniel Bonilla-Torres, Kerem Can, Vedat Erincin, Tersia Potgieter, Nina Reithmeier, Begüm Tüzemen, Aline Vogt

Spieltermine: 4., 6./7., 11.-14., 18.-21 und 26.-28. Dezember 2008 sowie 2.-4., 8.-11. und 15.-18. Januar 2009, 20 Uhr
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